Mittwoch, 29. April 2026

Ein Blick in die Vergangenheit!

 Ich bin nicht nur ein Jäger sondern auch ein Power Sammler: versuche hier mal eine kleine Zusammenstellung zu machen, was sich so alles angesammelt hat und mit vielen Erinnerungen verbunden ist!

Fange ich mal mit meinen Teddys an: 

 

Den linken Teddy habe ich 1959 von meiner leider viel zu früh verstorbenen Schwester bekommen, als ich ziemlich schwer erkrankt im Krankenhaus lag. Der rechte Teddy stammt von meinen Großeltern aus der DDR im Jahre 1954, meine Großeltern habe ich nur einmal kennengelernt, die Grenze hat uns getrennt...

Als Nachkriegskind war man nicht gerade mit Spielzeug gesegnet, vieles wurde selbergemacht, so auch diese Puppe: der Körper ist von meiner Mutter genäht worden , der Kopf war ein sog. Einbindekopf von Schildkröt!

Die Puppenkarre wurde auch selber gebaut! Bekommen habe ich das wohl so 1950!

 

Meine "Sabine": sie trägt hier ein Kleid einer Puppe, die meine Mutter hatte, es war damals üblich, dass Puppenmutter und Puppe gleich gekleidet waren: das Kleid meiner Mutter ist nicht mehr erhalten, aber beide hatten die gleiche Schürze!

!955 bin ich dann zur Schule gekommen, und da ich als Einzelkind galt, musste ich immer alle Bücher selber kaufen, was dazu geführt hat, dass ich noch sehr viele Bücher aus meiner Schulzeit habe!

 


 

Hier die Sachen, die wir anfangs der ersten Klasse brauchten, leider habe ich die Schwammdose nicht mehr... Keine Zettelwirtschaft, keine roten, grünen, blauen, gelben Ordner.... alles war sehr übersichtlich!Und Papier wurde auch gespart! 

Zum nächsten Blick in die Vergangenheit habe ich leider keine Bilder, es war in den 50er und 60er Jahren nicht üblich, alles und jedes zu fotografieren, außerdem war es teuer, Bilder machen zu lassen!

Es geht ums Fahrradfahren: Kinderfahrräder gab es, soweit ich mich erinnere, nicht, jedenfalls kannte ich  bei uns auf dem Dorf niemanden, der eins hatte...

Es blieb uns also nur übrig, auf einem Erwachsenenfahrrad zu lernen, wenn wir fahren wollten: doch da kam das nächste Problem, in den meisten Familien gab es nur ein Herrenfahrrad mit der Querstange, da die Väter mobil sein mußten um zur Arbeit zu fahren!

Und so lernten wir das Fahren auf Herrenrädern, wobei wir dann schräg unter der Stange durchtreten mußten! Das Rad lag immer ein bisschen schräg, aber irgendwie ging es! Und alles ohne Helm, ohne Knieschützer, ohne Stützräder....

Weihnachten 1959 bekam ich dann eine Babypuppe, das Strampelchen von Schildkröt!

 

 

 Mein Thomas!

 Gesammelt wurde auch schon immer, nicht erst seit es Ü-Eier und Pokemonkarten gibt! Damals wurden die sog. "Margarine Figuren" oder auch "Schipka Figuren", die in den Kaffeepackungen waren, gesammelt! 

 



Es gab sehr viele Motive, zB auch berühmte Gebäude wie das Holstentor, das Brandenburger Tor, das Laboeer Ehrenmal und andere Sehenswürdigkeiten!

Bevor es Fernsehen gab hatte man so einen Guckkasten genannt View Master: man konnte damit Bilder in 3D angucken, auf den Scheiben waren immer zwei Bilder, die in etwas unterschiedlichen Winkeln aufgenommen wurden und dadurch beim Betrachten einen 3D Effekt erzeugten!


Und auch das gab es schon Mitte der 50er Jahre: die Legosteine!


Sogar als Mädchen bekam man sie geschenkt, man konnte aber nur Häuser damit bauen! Und es fehlten auch noch die Innenupsis für einen besseren Halt, so leierten die Steine sehr schnell aus und hielten nicht mehr richtig zusammen!

Ja, und auch bevor es zur Entlastung der Kopfarbeit Taschenrechner gab, gab es mechanische Rechenschieber, die uns Schülern das Leben erleichtern sollten!

 


Diese Puppenstubenmöbel haben eine sehr interessante Geschichte: ich bekam sie von einer Freundin meiner Schwester Mitter der 50er geschenkt, sie selber war in den 40er Jahren Flüchtlingskind und hatte sie mal zu Weihnachten geschenkt bekommen. 

 



Dank des Internets konnte ich jetzt auch herausfinden, wo und wer diese Möbel hergestellt hat, und zwar stammen sie von Soldaten, die 1942 in Rendsburg stationiert waren und zum Infanterie Ersatz Bataillon 376 gehörten! Diese Soldaten haben in ihrer Freizeit Spielzeug repariert und auch neu gebaut und zu Weihnachten an die Flüchtlingskinder verschenkt! 

Ein gutes Beispiel für frühes Recycling ist diese Spardose aus Blech: sie ist schon über 70 Jahre in meinem Besitz, aber erst jetzt habe ich entdeckt, dass das Blech wohl ursprünglich für Cremedosen vorgesehen war, aber dann wurden Spardosen draus gemacht!

 




Recycling ist keine neue Erfindung! Und noch eine Wiederverwendung gab es nach dem Krieg; Stahlhelme wurden mit Löchern versehen und als Küchensiebe weiter benutzt! Leider haben wir das irgendwann entsorgt...

Es ist noch nicht alles, was sich so über die Jahre erhalten hat, es gibt sicherlich noch eine Fortsetzung!
 



 

 

 



 

Dienstag, 3. März 2026

Landlust NaturApotheke: eine kleine Rezension zum 2.!

 Da der erste Teil der Landlust NATURAPOTHEKE schon richtig interessant war, hat mich natürlich die neue Ausgabe mit Ratschlägen für Frühling und Sommer  neugierig gemacht!

Und es ist wieder ein umfangreiches Nachschlagewerk, in dem viele Pflanzen und ihre heilenden Wirkungen vorgestellt werden. Und viele dieser Pflanzen wachsen sogar in meinem doch etwas verwilderten Garten wie Brennnessel, Gänseblümchen, Giersch, Miere, Löwenzahn.... man ist erstaunt, dass diese Pflanzen, die gemeinhin als "Unkraut" bezeichnet werden, auch viel Gutes bewirken können!

Hier mal ein Blick auf einen Teil des Inhaltsverzeichnisses!

 


 Wie gesagt, das meiste wächst im Garten!

Die Pflanzen werden ausführlich vorgestellt, mit genauen Rezepten und Anleitugen, wie man Tees, Tinkturen, Smoothies, pflegende Öle und Salben und vieles mehr herstellen kann.

Es wird wirklich ein breites Spektrum abgedeckt, heilende Naturrezepte, Tees füs Wohlbefinden und Stärkung der Abwehrkräfte, viele Sachen sind mir noch aus meiner Kindheit bekannt, aber im Laufe der Zeit sind sie doch verloren gegangen...  

Es wird erklärt, warum Bärlauch und Löwenzahn, Schafgarbe und Pfefferminze, Lavendel und Salbei gut sind und welche Wirkungen sie haben!

Brennnessel kann man zum Beispiel zu Pulver verarbeiten, so dass es auch länger haltbar ist!

 

 

 Für viele Pflanzen werden auch mehrere Möglichkeiten vorgestellt, wie man sie und ihre Wirkung am besten nutzen kann, hier mal ein Beispiel zum Rosmarin!

 


 

Man ist also sehr variabel, was man herstellen möchte!

Ja, und Lavendelsäckchen werden auch hergestellt, damit hat wohl jeder schon mal Erfahrung gesammelt, entweder, dass man sie selber gemacht hat oder sie geschenkt bekommen hat!


 


 Dies hier kann nur ein kleiner Einblick sein, auf 200 Seiten gibt es jede Menge zu entdecken und jede Menge Anregungen und Wissen über die verschiedenen Pflanzen, vieles ist dabei, was man noch nicht wußte!

Ein schönes und umfangreiches und ausführliches Nachschlagewerk, das kaum eine Frage offen lässt!

Wer also neugierig geworden ist.

Landlust NATURAPOTHEKE 

Von Bärlauch bis Johanniskraut

Poträts von Heilpflanzen mit Rezepten

Tipps zum Sammeln und Ernten von Heilkräutern

Heilpflanzen verarbeiten: wohltuende Tees, Tinkturen, Säfte, Smoothies, Öle, Salben, Badezusätze...

 Wer nochmal etwas über den ersten Band erfahren möchte:

Landlust NATURAPOTHEKE 1 

 

 


 

Samstag, 8. November 2025

"Der Rabe im Schlamm": ein Sew Along mit Resten!

 Letztes Jahr wurde von Katharina ein Sew along gestartet, bei dem man nur seine Reste verwenden sollte, um die Blöcke zu nähen!

Der Link dazu ist hier zu finden!

Es war schon immer eine kleine Herausforderung, die einzelnen Blöcke zu nähen, hat aber auch viel Spass gemacht, die Reste durchzusuchen, um was passende zu finden:

Und so sind die verschiedensten Blöcke entstanden!

 


 



Und jetzt habe ich es dann in Angriff genommen, aus diesen sehr verschiedenen Blöcken einen Quilt zu machen, was nicht so einfach ist, da die Blöcke alle verschieden groß sind!

 

 

Ein Auslage, und was nicht passt, wird ´passend gemacht, mit dunkelroten Streifen auf die richtige Größe gebracht! Da mir das Topp zu schmal war, habe ich es mit seitlichen Streifen verbreitert:


Und dann habe ich heute gequiltet, natürlich mit meiner bewährten Wellenmethode! 

 


Die "gefährliche Quiltschlange"!

 



 
Ein Blick auf das Quiltmuster! 
 
Interessant ist es, sich auf Instagram anzugucken, welches Farbschema und welche Zusammensetzung andere gewählt haben, denn es haben sehr viele bei dieser Restechallenge mitgemacht!
 
 
Es hat Spass gemacht und ich freue mich, dass es ein schöner Quilt geworden ist, und es sind noch genug Reste vorhanden für neue Projekte!!! 
 
 



 

Samstag, 25. Oktober 2025

Granny Squares!

 

 Granny Squares ist ja auch ein sehr dankbares Muster, wenn es um Resteverwertung geht! Man kann mit 5x5 cm Quadraten arbeiten, aber auch mit 6x6 cm oder 7x7 cm, je nachdem wie groß die Reste sind!

 


 

Jeder Granny Square Block besteht aus 13 bunten Quadraten und 12 weißen! 

Ich suche immer ein bisschen farbliche passende Quadrate zusammen und lege sie erstmal aus.

 


 

 Dann in Reihen zusammennähen:

 


 

 Anschlie0end die weißen Quadrate annähen!

 


 

 Dann die Reihen zusammennähen! Aber vorher die Nahtzugaben für besseres Zusammennähen in bestmmte Richtungen bügeln!

 

 

Beim mittleren Streifen die Nahtzugaben von der Mitte nach außen bügeln!

 

Bei den nächsten beiden Streifen die Nahtzugaben zur Mitte bügeln!

 


 

Bei den beiden letzten Streifen die Nahtzugaben nach außen bügeln!

 

Und dann die Streifen zusammennähen: die Nahtzugaben liegen jetzt immer gegensinnig, so dass es keine dicken Knubbel gibt!

 


 


 Zum Schluss die letzten beiden weißen Quadrate annähen

Vorderseite....


... und die Rückseite: beim Bügeln die Nahtzugaben vom mittleren Streifen aus zu den Seiten bügeln!


Und dann ist der Block fertig!




Mittwoch, 8. Oktober 2025

Wunderschöne Herrenpullover zum Selberstricken!

 Meine Handarbeitspalette ist sehr breit angelegt, es gibt kaum etwas, was ich nicht ausprobiert habe: Stricken, Häkeln, Sticken, Hardanger, Nähen, Patchwork, Puppen und Bären machen..... 

Und so habe ich mir auch dieses Buch mit Anleitungen für tolle Herrenpullover zur Rezension bestellt: 

 


 

Annette Danielsen hat sich diesmal für ihre maskulinen Strickmodelle von berühmten Entdeckern inspirieren lassen: dazu gehören unter anderen Erik der Rote, Fridtjoff Nansen, Marco Polo, James Cook...

Es sind schöne Modelle entstanden, mit ausführlichen Anleitungen, für Größen von S bis XXL, das heisst, es ist für jeden etwas dabei!

 

In diesem Pullover hätte sich Fridtjof Nansen sicherlich auch wohlgefühlt, das Muster soll an einen Kompass erinnern!


 


Dieser Pullover wurde von Mungo Park inspiriert, ein Entdecker, der das Innere Afrikas erforscht hat: das Muster soll an den Dschungel erinnern!

 


 

Immer wieder schön zu stricken, wenn man mit dem Hals anfängt, habe ich sehr gerne gemacht!

Mein persönlicher Favorit ist dieser Pullover, für den "Erik der Rote"  Pate gestanden hat: schlicht, männlich, einfach schön! Meinem verstorbenen Mann hätte er gefallen, er hat gerne meine selbstgestrickten Pullover getragen...

 


 

Wer also gerne strickt und mal nach Mustern mit "Geschichte" sucht, für den ist das Buch zu empfehlen!

Wer auf der Suche nach neuen Strickmustern ist, sollte auch mal einen Blick in diese  Bücher werfen: "Strickmuster"  und "Heimatliebe" von Annette Danielsen, besonders das letztere ist sehr von Dänemark inspiriert!