Sonntag, 25. November 2018

Sammelst du auch Fadenreste?

Ja, nicht nur kleine Stoffschnipsel werden gesammelt,  ich sammel auch Fadenreste um damit Maria bei der Gestaltung ihrer kleinen Kunstwerke zu unterstützen!






So sieht eine Fadensammlung aus, und das ist dann das Ergebnis, wenn  Maria die Fäden und Stoffschnipsel einer neuen Bestimmung zuführt!


Ich liebe ihre kleinen Kustwerke, in denen soviel Liebe zum Detail steckt und man so viele verschiedene Verarbeitungsmethoden entdecken kann!
Da viele wissen wollten, wie Maria das macht, habe ich sie gebeten, mal eine kleine Anleitung zu schreiben:


Materialliste für textile Applikation

Unterschiedlichste Stoffreste:

Baumwolle, Seide, Leinen, Synthetik, Spitze, Samt, Brokat, Tüll, Filzwolle und Gaze.
Überprüfe Deinen Fundus (alles kann – nichts muss).

Näh- und Sticknadeln, Stecknadeln, scharfe Schere, Trenner und optional Nähmaschine.

Dazu Näh- und Stickgarn, Perlgarn, Metallicgarn und Wolle- und Seidenfäden.

Als Hintergrundstoffe eignen sich nicht zu dicht gewebte Stoffe aus Wolle oder Baumwolle, aber auch Filz. Diese Hintergründe sind leichter zu benähen als feste Stoffe.

Zu Beginn empfiehlt sich eine Hintergrundgröße von ca. 10x15 cm (Postkartengröße).
Man kann auch mehrere Teile gleichzeitig gestalten.

So gehst Du vor:

Nach Plan oder intuitiv legst Du verschiedene kleine Stoffteile in gewünschte Form geschnitten  oder frei auf denHintergrundstoff. Die kleinen Teile werden von Hand mit wenigen Heftstichen fixiert.  Man kann auch die Nähmaschine benutzen, dann aber nur mit nicht zu festen längeren Stichen. Dadurch lassen sich nicht passende Teilchen leichter wieder entfernen,wenn es nicht gefällt.
Das bis jetzt  erzielte Ergebnis mag zunächst an eine Kinderzeichnung erinnern. Dies ist der Zeitpunkt an dem man sich für Hoch- oder Querformat entscheiden kann. Wenn Optik und Haptik stimmen, kann man diese 1. Stofflage mit Heftstichen o.a. übernähen. Die Verwendung von Fäden in 2 Farben in der Nadel ist ein interessanter Effekt.

Wenn gewünscht, sind alternativ Stiche wie Kettenstich, Stielstich, Steppstich, Knötchenstich und Hexenstich möglich.

Nun werden weitere Stoffteile hinzugefügt, unterschiedlich in Farbe, Form und Struktur.
Ist der Gesamteindruck zufriedenstellend, kann erneut übernäht werden. Hierzu eignet sich der einfache Heftstich der mit unterschiedlichen Stichlängen und kreuz- und quer nach Belieben eingesetzt wird.
Die Fäden auf der Rückseite kurz vernähen und dann über den Rand hängenlassen.

Das nun fast fertige Werkstück kannst Du nun nach persönlichem Geschmack durch Akzente erweitern in Gold/Silber in Garn oder Stoff.
Perlen und Pailletten können aufgenäht werden.

Das Teil ist möglicherweise nicht kantengerade wie zu Beginn. Es verzieht sich während des Entstehungsprozesses. Macht nix, es ist ein Unikat!
Das entstandene Bild muß auch nicht zwangsläufig gegenständlich sein.
Ob Du farbig oder Ton in Ton arbeitest, liegt in Deinem Ermessen.

Das Schöne an dieser Technik ist:
Alle Materialien und Utensilien (keine Nähmaschine) passen in eine größere Brotdose oder einen Karton.
So kannst Du alles leicht mitnehmen und auch mögliche Wartezeiten kreativ nutzen.
Beim Arbeiten sind Ausdauer, ein Fingerhut und gutes Licht von Vorteil.
Ansonsten bitte alles ausprobieren, was Dir einfällt. Es gibt keine Regeln, außer nichts mehr wegwerfen von den kleinen Stoffresten!
In diesem Sinn viel Spaß mit Deinen einzigartigen Kunstwerken.

Und hier jetzt ein paar ihrer Arbeiten: 







 Die Oberflächenstruktur kommt leider auf Fotos nicht so zur Geltung, es ist wie mit allen Dingen: die Originale sind immer besser! Mein großes Dankeschön geht an Maria, dass sie sich die Mühe gemacht, mal alles ein bisschen aufzuschreiben, ich weiss, wie schwierig es ist, Anleitungen zu verfassen! Und ein Dankeschön, dass ich ihre Bilder zeigen darf!
 

Freitag, 23. November 2018

Die "Mutter aller Reste" hat wieder zugeschlagen....

..... diesmal mit den Stoffresten!
Den Titel "Mutter aller Reste" hat mir meine Familie verpasst, da ich versuche, möglichst keine Essensreste wegzuwerfen: so gab es bei uns früher, immerhin waren wir ein 5-Personen-Haushalt, am Samstag meistens die Reste der Woche! Ich habe dann immer gefragt: wer möchte den Rest Suppe? Wer möchte die Bratkartoffeln? Wer möchte die Gemüsebratlinge? Denn für 5 Personen reicht ein Rest alleine  ja nie!
Ja, und nun kann ich keine Stoffreste wegwerfen, wer meinen Blog verfolgt, weiß dass ich schon viele Posts zu diesem Thema gemacht habe!
Diesmal stammt die Idee aus dem Internet: ich bin auf die Videos von Darlene Michaud gestoßen, sie hat eine ganze Serie von Videos eingestellt und zeigt, wie man die Reste zu "Crumb Quilts"  verarbeiten kann:

Und das musste ich doch auch mal ausprobieren, hier ein erstes Ergebnis:


Die Reste kommen alle unsortiert auf den Tisch:


Ich benutze auch übriggebliebene Blöcke, kleinere, wo ich mal was ausprobiert habe.....


Und dann wird reingegriffen, gesucht, was größenmäßig zusammenpasst!





Neben der Nähmaschine habe ich mir eine kleine Bügelfläche gemacht, damit ich nach dem Nähen alles gleich bügeln kann!


Das Nähen geht erstaunlich schnell, was zu lang ist, schneide ich mit der Schere zurecht! Erst zuletzt wird dann auf 20x20 cm zugeschnitten, die Schablone dazu habe ich mir aus "Bastlerglas" (gibt es im Baumarkt) selber gemacht!


Und so sind bis heute schon 30 Blöcke entstanden, aber keine Sorge, es sind noch genug Reste vorhanden.... Diese 30 Blöcke wiegen jetzt 250 g, ich hatte mal 1 m Stoff gewogen, je nach Qualität zwischen 150 und 180 g, also sind hier ca 1.5 m neuer Stoff entstanden!


Mal sehen, wie es weiter geht!

Mittwoch, 21. November 2018

Ostseequilter: ein schöner Nachmittag!

Das Jahr geht so langsam seinem Ende entgegen und wie man sieht, war es sehr ruhig auf unserem OstseequilterBlog! Dazu hat der superheiße Sommer wohl auch seinen Teil  beigetragen... Und auch, dass es mir nicht so gut ging, so dass der richtige Schwung fehlte, hier etwas zu schreiben...
Treffen fanden jeden Monat einmal statt, aber ich habe nicht an allen teilgenommen.
So will ich hier ein bisschen von unseren Treffen im Oktober und November berichten!
Im Oktober haben wir uns bei Renate getroffen, wie immer fand ein reger Austausch über quiltige und dörfliche Neuigkeiten statt!
Und jeder hatte wieder etwas dabei zum Zeigen, vorher gab es aber wieder was Leckeres!


Und ich bekam tolle Stöffchen nachträglich zu meinem Geburtstag!



Weihnachten steht ja schon vor der Tür, also wird es höchste Zeit für Nikolausstiefel!


Renate hatte kleine Miniverschlüsse für Minitäschchen gefunden, die mit Hilfe von Rosetten gemacht werden!







Und so sieht dann ein fertiges Täschchen aus!





Utensilos erfreuen sich auch immer wieder großer Beliebtheit!



Hexagons eignen sich auch wunderbar für Lesezeichen!


Und was wäre Weihnachten ohne Sterne: Ursula liebt diese kleinen Sternchen!


Und bei unserem Novembertreffen gibt es die fertigen Sterne!



Und eine neue Tasche von Karin darf auch nicht fehlen!


Das rote ist eine Art sehr stabiler Gitterstoff, der sich Venyl-Mesh nennt!

Das Novembertreffen fand nach über 2 Jahren mal wieder bei mir statt: wie schon gesagt, ging es mir gesundheitlich nicht so und außerdem hatten wir das Haus voll mit unseren Amerikaheimkehrern!

Es gab Marzipankranz in zwei Variationen: da Veganer unter uns sind!



Und was fiel gleich auf: Karins neue Tasche!


Und die die frischgebackenen Omas unter uns (einmal Enkel Nr. 5, einmal Nr. 6) haben auch gleich einen Adventskalender bekommen!



Ich liebe diese Teddyfamilie und habe schon etliche davon verschenkt!

Und dann hatte ich mal wieder was im Internet entdeckt: Weihnachtsbaum und Engel :


Man braucht für die Herstellung jede Menge Kreise....







Und auch die Sternenproduktion geht weiter....
Es war wieder ein schöner Nachmittag, der letzte in diesem Jahr, unser "Weihnachtsessen" wird wie immer im Januar stattfinden!
Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit!

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Du reparierst doch auch Teddybären?

Diese Frage bekomme ich ab und zu noch gestellt, meistens geht es um durchgescheuerte Pfoten oder ein fehlendes Auge oder der Bauch ist etwas eingefallen und braucht ein wenig Futter in Form von Stopfwatte!
Aber diesmal habe ich wirklich einen richtig armen Kerl bekommen, den wohl andere einfach entsorgt hätten...


Aber man trennt sich nicht so schnell von jemanden, der einen bisher durch sein Leben begleitet hat, immerhin fast 18 Jahre!
Und so habe ich versucht zu retten, was zu retten ist: erstmal total entkernt, die Stopfwatte rausgeholt, dann die Nähte, und waren GsD nur die Nähte auseinandergegangen, wieder zusammengenäht! Na ja, und ein warmes Bad konnte auch nicht schaden....


Weich gebettet zum Trocknen!
Und dann die sehr dünnen Stellen im Fell ein bisschen gestopft, am Rücken sogar mit Tee eingefärbtes Fell draufgesetzt!
Ja, und dann wieder liebevoll ausgestopft und in Form gebracht! Ich glaube, es hat sich gelohnt!



Beim Abholen war die Begeisterung jedenfalls groß! Wie schön, dass er nicht in der Tonne gelandet ist!

Sonntag, 23. September 2018

Ein wunderschönes Geburtstagsgedicht....

.... habe ich von meinem Mann bekommen und das möchte ich gerne mit allen teilen, die sich auch mit ihrer Nähmaschine, mit  Strick- und Häkelnadeln, mit Sticken und Basteln für den guten Zweck engagieren!

Martin   Luther King said „I had a Dream”
I had a dream, too
Ich lag in meinem  Kämmerlein.
Da  drang  ein Geräusch  zu mir hinein,
Es kamen viele Menschen die Straße runter.

Zuerst  kamen Kinder  froh und munter,
Sie schwenkten Teddys in ihren Händen, hoch und runter,
Ihre  Begeisterung  gefiel auch mir,
und sie riefen „Regina, wir danken Dir“

Dann  kam eine Gruppe von Frauen,
nicht immer glücklich  anzuschauen,
Sie  trugen ein Herz aus Stoff unter dem Arm,
manche  gezeichnet  von Leid und  Harm,
Sie sagten  still und ohne Zier
„Regina  wir danken  Dir“

Es  kam dann  eine Gruppe  von ganz alten  Leuten mit Stöcken und Krücken.
Vor der Brust  trugen Decken mit  Knöpfen und Stricken
Dankbar  schauten Sie  zu Regina und mir,
als wollten sie sagen „Regina ,wir danken Dir“

Es  wurde  dann lauter  und bunter,
junge Leute kamen, fröhlich und munter,
mit Kinderwagen  und fröhlichem Gesang
kamen sie die Straße entlang
Sie  schwenkten  bunte Quilte, es war eine Zier,
und  laut riefen sie  „Regina wir danken Dir“

Regina aber lächelte still in sich hinein...

Ich möchte dieses Gedicht auch Euch allen widmen, die auch für die Herzkissenaktion nähen, die Teddys, Puppen und andere Kuscheltiere für kranke Kinder nähen, die Nesteldecken herstellen für demente Patienten, die Frühchenquilts nähen für die kleinsten und schwächsten unter den Babys....
Mein Name kann ersetzt werden durch viele andere Namen: Kerstin, Enga, Roswitha, Karin, Helga, Ria, Doris, Michaela. Claudia und noch ganz viele mehr....  Alle zu nennen würde hier wohl den Rahmen sprengen, aber ihr seid alle gemeint!
Und ich muss sagen, dass mich dieses Gedicht sehr berührt hat!

Sonntag, 9. September 2018

Und wieder mal mein Lieblingsthema: RESTE!

Jeder kennt die Aussage: das hast Du ja nur aus Resten gemacht, das kostet ja nichts!
Meine Antwort: jeder kleine Rest hat genauso viel gekostet wie der ganze Stoff!
Und so wird jeder Rest gesammelt und auf seine weitere Verwendung hin  überprüft!
Heute habe ich mal die Reste sortiert und zurechtgeschnitten: Quadrate von 15x15, 12x12 und 10x10 cm, wenn es passte auch kleinere Quadrate! Und dann natürlich die Streifen: einmal auf 7 cm Breite, das entspricht meiner benutzten Breite fürs Binding, dann 5 cm Breite, die ich gerne als Umrandung von bunten Quadraten benutze, dann noch 4 cm breit, da kann man lange JellyRolls herstellen und neue Stoffe mit herstellen! Außerdem noch jede Menge kleinerer rechteckiger Reste, die noch auf eine Größe gebracht werden müssen!






Was mich nun interessierte, wieviel Stoff in den Resten steckt: also 1m gewogen, der brachte 180g auf die Waage! Dann die Reste gewogen und ein bisschen gerechnet und dann bin ich fast vom Hocker gefallen: ich bin auf 15 Meter gekommen! Die Restekisten sind also reine Schatztruhen!
Also schön weitersammeln!

Samstag, 14. Juli 2018

Dreiecks- oder Pyramidentäschchen mit Reissverschluss

Fürs 5. Enkelbaby wurde ich gefragt, ob ich ein Schnullertäschchen in Dreiecksform nähen könnte: na sicher kann Oma das, die Anleitung wurde gleich mitgeliefert!
Was mir dann aber nicht so gut gefiel, dass war oben der Abschluss mit dem Reissverschluss, das sah irgendwie verknubbelt und nicht schön glatt aus...
Leider ist das Foto nicht sooo scharf, aber man doch erkennen, was ich meine!


Aber wozu gibt es die vielen Patchworkforen, wo es immer gute Ideen gibt und einem Tipps gegeben werden, wie man es besser machen kann!
Also mal kurz in die Runde gefragt und es kam der Tipp, einen "Endlosreissverschluss" zu nehmen, der dann oben nicht zusammengenäht werden muss!
Und das habe ich dann gleich mal ausprobiert:

Man brauch 2 Stoffstücke, meine waren ca 12x24 cm groß, ein bisschen H630 und einen ca 30 cm langen Reissverschluss, von dem man nur die eine Hälfte braucht, dazu einen Zipper!




Den RV mit dem glatten Rand bündig auf den Aussenstoff legen, die hintere Seite vom RV zeigt nach oben!


Der Rückseitenstoff wird aufgelegt, dann wird alles mit dem RV Fuss zusammengenäht!







So sieht es dann genäht aus, jetzt Vorder- und Rückseite aufeinanderlegen und oben absteppen!



Dann zur Hälfte legen und die dem RV gegenüberliegende Seite zusammennähen, der Außenstoff liegt rechts auf rechts!

Dann kommt ien bisschen Fummelkram: den Zipper aufziehen!


Dann alles auf links drehen, dabei den RV zur Hälfte offen lassen! Dann die offene Seite mit der Naht auf den RV legen und alles einmal zusammennähen, mit ZickZack versäubern!


Dann das ganze wenden und fertig ist das Täschchen!




Man kann noch eine kleine Schlaufe anbringen, habe ich jetzt nicht gemacht, da ich das ganze ja nur mal schnell ausprobieren wollte! Aber der obere Abschluss mit dem "runden" Reissverschluss gefällt mir wesentlich besser!