Ich bin ja ein unverbesserlicher "Horter und Sammler", ich kann nichts wegwerfen.... Am liebsten würde ich noch viel mehr aufheben als ich es ohnehin schon mache.... Beim Patchworken fallen ja immer kleine Reste und Schnipsel an, selbst die wandern in ein Glas und werden gesammelt!
Und so habe ich auch einige Sache aus meiner Kindheit aufbewahrt, die mir ab und zu wieder in die Hände fallen!
So geschehen auch heute: da fand ich ein kleines Kindertaschentuch, das ich als kleines Mädchen geliebt habe: es ist bunt bedruckt, was damals ja nicht so häufig vorkam! Und damals mußte man immer ein Taschentuch dabei haben, zT wurde das in der Schule kontrolliert!
Und da fiel mir ein, dass ich meine "Erinnerungsstücke" mal zusammentragen kann, mal sehen, was sich alles findet!
Und da fange ich doch mal mit den Puppen und Teddys an, die jedes Mädchen hatte, nicht diese Unmengen, wie sie sich heute im Kinderzimmer finden, aber wir haben lange und hingebungsvoll damit gespielt!
Meine "Thomas Puppe", heißgeliebt und stundenlang mit gespielt! Mein Vater hat auch ein Puppenbett für ihn gebaut, mit Himmel!
Und hier eine Gruppenaufnahme meiner anderen Spielgefährten: der rechte Teddy ist ein Hermann-Teddy, den ich 1959 von meiner Schwester geschenkt bekommen habe, ich lag zu der Zeit im Krankenhaus und die Freude war groß!
Der gelbliche Teddy links kam von meinen Großeltern aus der DDR, sie brachten ihn bei ihrem ersten Besuch 1954 bei uns mit! Die Puppe daneben hat einen von meiner Mutter selbstgenähten Körper, der Kopf stammt von Schildkröt und wird am Körper eingebunden! Sie muss von 1950 stammen!
Der Affe in der Mitte war wohl mal ein abgelegter, den ich bekommen habe: an ihm habe ich mich als Friseur versucht, da er so ein langes Fell hatte, wobei die Betonung auf "hatte" liegt! Als meine Mutter mal sagte, ich solle die Haare doch nicht abschneiden, meinte ich nur, das wächst doch wieder nach!
Als Mädchen wurde man ja auf das spätere Dasein als Hausfrau vorbereitet: da sollte man schon rechtzeitig wissen, wie die Wäsche zu waschen ist, von Waschmaschinen war da noch nicht die Rede...
Der Waschzuber dazu hat leider nicht überlebt...
Irgendwann um 1957 habe ich diesen "View Master" geschenkt bekommen: das
ist eine Art Guckkasten, mit dem man Bilder dreidimensional angucken
kann! Es gehören dazu Scheiben, wo jeweils zwei Bilder aus etwas
verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen wurden, wenn man sie dann zur
Deckung bringt, dann erscheint das Bild dreidimensional!
Da wir
damals noch kein Fernsehen hatten, war das Angucken der Bilder schon ein
bisschen faszinierend, leider hatte ich nur die Serie mit den
Elefanten, aber ich hab mir die Bilder immer wieder gerne angeguckt!
Da meine Schwester sehr viel älter war als ich galt ich schulisch
gesehen als Einzelkindt und so gab es für mich damals keine
Schulbuchfreiheit: d.h. meine Eltern mussten bis in die 60er Jahre alle
Schulbücher für mich kaufen! Und das bedeutet, dass ich noch viele
dieser Bücher habe, vor allem die Fibel aus der ersten Klasse! Es
erstaunt mich schon ein bisschen, wie weit wir in der ersten Klasse
gekommen sind, heute erstreckt sich das Lesenlernen
ja über die ersten beiden Schuljahre... Ich habe auch noch meinen
Schulranzen, aus gutem Vollrindleder, unverwüstlich! Und selbst der
Griffelkasten hat überlebt! Unser Ranzen war damals sehr übersichtlich:
Tafel, Griffelkasten, Schwammdose, Fibel und Rechenbuch! Wir mussten
nicht auf Buntstifte, Filzstifte, Bleistifte ...., die
roten,blauen,gelben,grünen, lila ....Ordner, Übungshefte für deutsch,
Übungshefte für Mathe, Übungshefte für Sachkunde... aufpassen....
Ungefähr 1958 habe ich mein erstes Lego geschenkt bekommen, ja. ich als
Mädchen habe auch Lego bekommen! Man konnte mit den ersten Packungen nur
Häuser bauen! Und die ersten Legosteine hatten noch keine Innennupsis,
die für einen besseren Halt sorgen! Diese frühen Steine leierten doch
sehr schnell aus und hielten nicht mehr so gut zusammen!
Heute nochmal meine erste Puppe, von meiner Mutter genäht, der Kopf ist von Schildkröt und wurde eingebunden!
Das Besondere hier ist, dass die Puppe ein Kleid anhat, das mal eine
Puppe meiner Mutter anhatte, und dazu noch die gleiche Schürze, die auch
meine Mutter hatte: Puppe und Puppenmutter waren gleich gekleidet! Das
Kleid meiner Mutter hat sich leider nicht erhalten.... Das andere Bild
zeigt mich mit meiner Puppe!
Das Sammeln von Bildchen und Figuren ist keine Erfindung der Neuzeit:
bekannt sind hier die "Margarinebilder", zu denen es auch die
entsprechenden Sammelalben gab. In den 50er Jahren gab es die sog.
"Margarinefiguren" oder auch "Schipkafiguren": die letzteren waren im
Schipka Kaffee, einfach so mit drin im Kaffeepulver, ohne Verpackung....
Und es war natürlich kein echter Kaffee....
Ich habe noch einen
ganzen Karton davon, die Figuren zeigten viele verschiedene Themen:
Märchen, Haus und Hof, Tiere, Zoo ..... Und berühmte Gebäude, es wurde
auch was für die Bildung getan! Und selbst Dinosaurier waren damals
schon ein Thema!
Es wurde auch etwas für die Bildung getan, dies sind berühmte Gebäude, wer kennt sie?
Dem Internet sei Dank, so konnte ich jetzt herausfinden, wo meine
Puppenstubenmöbel herstammen! Unter dem Tisch ist ein Stempel:
Gen.-Komp./ I.E.B. 376, und da habe ich
jetzt rausgefunden, dass das Infanterie Ersatz Batallion 376 mal in
Rendsburg stationiert war! Und da haben die Soldaten wohl für Kinder
Spielzeug hergestellt, unter anderem auch diese Puppenstubenmöbel! Ich
habe sie in den 50ern von Bekannten geschenkt bekommen! Die Sofadecke
habe ich gewebt!
Man kann immer nur staunen, wie manche Sachen überleben, wenn auch nur
als Einzelstücke: einer meiner ersten Schuhe existiert noch und auch ein
Handschuh! Er ist wohl von meiner Mutter selbstgestrickt! Mit winzigem
Daumen!
Immerhin 70 Jahre alt...
Und ich habe auch noch ein Foto, wo ich sie anhabe, man kann es ein bisschen erkennen, wenn man ganz genau guckt...
Bei den Schuhen ist interessant, dass der Absatz am Hacken genagelt ist!
Es findet sich sicherlich noch mehr, mal gucken.....
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Freitag, 10. Juli 2020
Sonntag, 10. März 2013
Eine kleine Rundumerneuerung....
.... war bei diesem alten, aus den 70er Jahren stammenden Püppchen fällig:
Auch wenn es immer so recht keiner glauben will, sie stammt aus der Fabrik, die eigentlich für ihre Teddybären und anderen Stofftiere bekannt ist!!!
Und damals war man sehr innovativ, alles sollte waschbar und hygienisch sein und so hat man die Spielpüppchen und Tiere mit Schaumstoff gefüllt. Das Problem ist nur, dass sich dieser Schaumstoff im Laufe der Jahre zersetzt und eine einzige bröselige Masse wird!!!
Der Schaumstoff zerfällt zu Staub!!
Also, alles einmal rausgepuhlt, das ganze Püppi gewaschen: der Kopf ist nicht betroffen, er enthält wohl ein anderes Material, der ist fest wie am ersten Tag!!!
Und dann habe ich mit Stoffwatte alles neu ausgestopft, wobei mir beim Stopfen von kleinen Teilen eine große Pinzette immer sehr gute Dienste leistet: die Teile werden grob vorgestopft, dann nähe ich bis auf ca. 1 cm alles zu und durch diese kleine Öffnung wird dann mit Hilfe der Pinzette alles schön ausgestopft und in Form gebracht!!!
Und so sieht sie dann wieder aus, einmal in natura und einmal mit ihrer Kleidung, die auch noch Original ist!!!
Auch wenn es immer so recht keiner glauben will, sie stammt aus der Fabrik, die eigentlich für ihre Teddybären und anderen Stofftiere bekannt ist!!!
Und damals war man sehr innovativ, alles sollte waschbar und hygienisch sein und so hat man die Spielpüppchen und Tiere mit Schaumstoff gefüllt. Das Problem ist nur, dass sich dieser Schaumstoff im Laufe der Jahre zersetzt und eine einzige bröselige Masse wird!!!
Der Schaumstoff zerfällt zu Staub!!
Also, alles einmal rausgepuhlt, das ganze Püppi gewaschen: der Kopf ist nicht betroffen, er enthält wohl ein anderes Material, der ist fest wie am ersten Tag!!!
Und dann habe ich mit Stoffwatte alles neu ausgestopft, wobei mir beim Stopfen von kleinen Teilen eine große Pinzette immer sehr gute Dienste leistet: die Teile werden grob vorgestopft, dann nähe ich bis auf ca. 1 cm alles zu und durch diese kleine Öffnung wird dann mit Hilfe der Pinzette alles schön ausgestopft und in Form gebracht!!!
Und so sieht sie dann wieder aus, einmal in natura und einmal mit ihrer Kleidung, die auch noch Original ist!!!
Sonntag, 27. Februar 2011
Ein bisschen was von früher.....
Es ist schon erstaunlich, wie einige Sachen die Jahrzehnte überdauern: ab und zu gucke ich mal in meinen "Erinnerungskoffer", einen sehr alten, der noch aus Holz gearbeitet ist! Es ist nicht viel, was noch vorhanden ist, aber davon möchte ich heute mal einiges zeigen!
Da wäre als erstes eine Kinderschürze meiner Mutter (geb.1917) mit der dazu passenden Puppenschürze, wie es damals so üblich war:
Alles noch mit der Hand genäht, die runden Einsätze sind gehäkelt! Zur Puppenschürze existiert auch noch das Kleid, das gleiche hatte meine Mutter: ich habe es mal meiner alten Puppe angezogen:
Ebenfalls erhalten hat sich ein aufwändig gearbeiteter Unterrock:
Die Babyhemdchen meines Mannes hat seine Mutter noch alle selber genäht, die Kanten wurden umhäkelt oder mit selbstgemachter Occhi-Spitze versehen:
Sie sind aus ganz feinem Batist gearbeitet, vorne wurde als Monogramm ein "J" eingestickt!!! Ich überlege nur, ob die Spitze nicht doch ein bisschen krabbelig am Hals war???
The apron belonged to my mother (born 1917) and the little one belonged to her doll!
Everything made by hand! The petticoat too is very old, even made by hand! The doll is my old one but the dress is from the doll my mother had had as a little girl! There had been the same dress for her but this one no longer exists...
The little baby-shirts were made by my husbands mother, with laces round the neck and arms and a stitched "J" in front!
Da wäre als erstes eine Kinderschürze meiner Mutter (geb.1917) mit der dazu passenden Puppenschürze, wie es damals so üblich war:
Alles noch mit der Hand genäht, die runden Einsätze sind gehäkelt! Zur Puppenschürze existiert auch noch das Kleid, das gleiche hatte meine Mutter: ich habe es mal meiner alten Puppe angezogen:
Ebenfalls erhalten hat sich ein aufwändig gearbeiteter Unterrock:
Die Babyhemdchen meines Mannes hat seine Mutter noch alle selber genäht, die Kanten wurden umhäkelt oder mit selbstgemachter Occhi-Spitze versehen:
Sie sind aus ganz feinem Batist gearbeitet, vorne wurde als Monogramm ein "J" eingestickt!!! Ich überlege nur, ob die Spitze nicht doch ein bisschen krabbelig am Hals war???
The apron belonged to my mother (born 1917) and the little one belonged to her doll!
Everything made by hand! The petticoat too is very old, even made by hand! The doll is my old one but the dress is from the doll my mother had had as a little girl! There had been the same dress for her but this one no longer exists...
The little baby-shirts were made by my husbands mother, with laces round the neck and arms and a stitched "J" in front!
Sonntag, 7. November 2010
Puppen, Teddys und noch mehr!
Seit 1989 findet zweimal im Jahr ein Kunsthandwerkermarkt im Grünen Jäger zwischen Kiel und Eckernförde statt. Große Begeisterung bei den weiblichen Besuchern löst immer wieder der Stand von Ursula Semma aus:
Man könnte sie alle adoptieren!!
Besonders niedlich sind auch die Wichtel, Engelchen und Schmusepüppchen von Sabine:
Hilde findet mit ihren bestickten Leinendecken und Läufern immer viele Liebhaber:
Und diesen Stand mit Patchwork und Teddybären hat es auch noch gegeben:
Und diesmal hat es mal nicht geregnet, im Gegenteil: wir hatten herrlichsten Sonnenschein!!!
Man könnte sie alle adoptieren!!
Besonders niedlich sind auch die Wichtel, Engelchen und Schmusepüppchen von Sabine:
Hilde findet mit ihren bestickten Leinendecken und Läufern immer viele Liebhaber:
Und diesen Stand mit Patchwork und Teddybären hat es auch noch gegeben:
Und diesmal hat es mal nicht geregnet, im Gegenteil: wir hatten herrlichsten Sonnenschein!!!
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