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Montag, 11. März 2019

Liebevolle Sanierung eines alten, abgeliebten Quilts!

In einer Facebook Gruppe bin ich schon lange mit Wilma Arz befreundet und so war ich richtig berührt und auch neugierig, als sie vor ein paar Monaten den alten und doch sehr abgeliebten und mit "Löchern" versehenen Quilt ihres Sohnes zeigte und dazu die Frage stellte, ob es sich noch lohne, ihn  zu reparieren oder er doch ein Fall für die Tonne ist....
Aber da gab es einen  sog. "Shitstorm", aber im positiven Sinne, dass alle für die Erhaltung des Quilts waren, egal wie kaputt er war! Wir haben Wilma Mut zugesprochen und auch versucht, uns mit guten Ratschlägen, wie man vorgehen könnte, nicht zurückgehalten!

Sie zeigte uns dann, wie sehr der Quilt im Laufe von 20 Jahren doch gelitten hat:





Der Stoff war an vielen Stellen einfach weg!


Schlimme Stellen hatte sie markiert!





Überall fehlte was...


Doch Wilma hat sich nicht entmutigen lassen, hier ist ihr Bericht:


LIEBLINGSQUILT erfolgreich "saniert"😊
1997 habe ich den Quilt für meinen Sohn genäht und von Hand gequiltet. Nach 22 Jahren war er etwas abgenutzt und mußte rundum erneuert werden.
Zuerst dachte ich,  das ist ein Fall für die Tonne oder Quiltmuseum:-) aber der Quilt sollte erhalten bleiben und so habe ich in meiner Stoffsammlung gewühlt und jede Menge Patches angefertigt und von Hand aufgenäht. War nicht immer einfach, da es viele dicke Nähte gab. Meine Finger waren auch etwas lädiert, da ich nicht mit Fingerhut etc.arbeiten kann.
Nachdem die Oberfläche soweit fertig war, wurde sie mit neuem Vlies und Rückseite geheftet. Dann ging es ans Quilten, wieder von Hand. Zum Schluß noch das Binding annähen und fertig.
Sohnemann hat jetzt eine echte Patchworkdecke!


Und es gibt auch jede Menge Bilder des runderneuerten Quilts, als erstes gehört der lädierte Finger dazu, da alles mit der Hand gemacht wurde...


Aber der Einsatz hat sich gelohnt, wenn man sehen möchte, was Patchwork im ursprünglichen Sinn bedeutet, dann gehört Wilma's Quilt dazu!


Er sieht einfach großartig aus und er wird jatzt sicherlich nochmal 20 jahre durchhalten!




Wilma, es ist einfach toll von Dir, dass Du diese Arbeit auf Dich genommen hast und einen großen Bogen um die "Tonne" gemacht hast!




Samstag, 19. November 2016

Die Ostseequilter: letztes Treffen 2016!

Wo ist das Jahr geblieben? Letzten Mittwoch hatten wir unser letztes Treffen für dieses Jahr, der Dezember ist mit anderen Terminen ausgefüllt, deshalb findet unser "Weihnachtsessen" immer im Januar statt!
Wir haben uns diesmal bei Karin getroffen, es gab wie immer einen lecker Kuchen, diesmal von ihrer Tochter gebacken! Oberlecker kann ich nur sagen!



Nach dem Austausch der Dorfneuigkeiten haben wir dann wieder einige schöne Sachen bewundern können, die in der Zwischenzeit entstanden sind!
Besondere Bewunderung fand der Babyquilt, den Ursel fertig hatte, 4 Wochen bevor das Baby kommt!!!


Und auch hier die perfekte Rückseitenlösung, wenn der Stoff nicht so ganz reicht!


Und auch dieses Jahr ist sie wieder beim Herstellen von Adventskalendern, diesmal gleich in mehreren Ausführungen, da doch jeder der 6 Enkel einen haben soll!


Karin hat sich gefreut, dass das Töchterchen von "Weltreise" wieder da war und sie uns den Utensilo zeigen konnte, den sie für die Reise genäht hatte:


Er hat sich gut bewährt!

Und es waren auch wieder Täschchen für Leckerlis gefragt:


Um welche Hunde es sich handelt ist unschwer zu erkennen!
Zum Abiball hat Karin schon diese schöne Tasche passend zum Ballkleid genäht:


Und auch die Verarbeitung der JellyRolls und der Charmpacks geht voran:



Und ein paar Mitbringsel hatte die Tochter auch ´mitgebracht:


Und dann zeigte Karin uns noch den Nähmaschinenfuss, den sie sich für das freie Maschinenquilten gekauft hat: dieser Fuss "wackelt" nicht beim Quilten rauf und runter sondern er ist fest!



Und unsere andere Karin ist wieder mit den Hexis beschäftigt: es sollen 12 Weihnachtsbäume werden!


Wie schon öfter erwäht habe ich im moment wenig Zeit, ich hätte ein paar geflickte Jungsjeans der Enkel zeigen können....
Und einen geflickten Quilt, aber da hatte ich auch nur noch die Bilder, da der Quilt wieder bei der Tochter ist:
es hatten ja schon einige mitbekommen, dass mein kleiner Enkel die Fähigkeiten einer Nagelschere am Quilt seiner Mama ausprobieren mußte! Das Ergebnis: so um und bei 10 mehr oder weniger große Löcher!




Da der Quilt vor 10 Jahren genäht wurde und ich Reste ja immer versuche zu verbrauchen, mußte ich ähnliche Stoffe suchen, um zwei neue Blöcke zu nähen, die ich dann über die Löcher appliziert habe!
Und zwei Löcher wurden mit Herzchen zugedeckt!





Und ein neues Label wurde auf der Rückseite über die Löcher genäht!
Und jetzt freuen wir uns auf Januar und auf lecker "Weihnachtsessen" im "ElMövenschiss" , und ja, es heißt wirklich so!
Ich wünsche Euch allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Sonntag, 23. Oktober 2016

Ein Quilt mit Geschichte!

Ja, ja die lieben Kleinen, immer dabei, was Neues zu entdecken: so hat mein kleiner Enkel festgestellt, dass man mit einer Nagelschere: jawohl, mit einer Nagelschere!!!  schöne Löcher in Mamas Quilt schneiden kann! Aber so ab dem 10. Loch wurde es ihm dann doch unheimlich und er holte seine Mama, um ihr zu zeigen, was passiert war. Und dann war er am Boden zerstört, als er realisierte, was er da angestellt hatte.... Über Facetime hat er dann der Oma alles beichten müssen, was ihm unheimlich schwerfiel....






Aber nach dem ersten Schock  habe ich ihn dann letztendlich getröstet und gesagt, dass ich versuchen würde ihn zu reparieren!
Und er, der so gerne in meinen Stoffen gewühlt hat und seine eigene Kiste mit Stoffresten bei mir im Keller hat, die er auch zerschnippeln darf, hatte gar kein Interesse mehr an Stoffen und Scheren und Nadeln.....
Er hat wohl zugeguckt, was ich mache, aber die Begeisterung wie früher fehlte doch!
Da der Quilt 10 Jahre alt ist und ich alle Reste immer sorgfältig aufbrauche, mußte ich nach ähnlichen Stoffen suchen, um zwei neue Blöcke zu nähen, die dann über die anderen aufappliziert wurden!


Dabei fiel mir ein, dass ich mal als Tipp in einem amerikanischen Forum gelesen habe, dass man so eine Art kleine Tasche auf der Rückseite anbringen soll, am besten in Verbindung mit dem Label: hier legt man ein paar Stoffreste rein, falls doch mal was repariert werden muss. Hier ging es meist um die lieben Vierbeiner, die doch mal reinbeissen!

Der neue Block ist draufappliziert!


Zwei kleinere Löcher wurden mit Herzen versehen, und er ist sich voll bewußt, wofür die sind: "sind da die Löcher drunter?"


Wer es nicht weiß, der wird kaum einen Unterschied feststellen!

Und ein neues Label hat der Quilt bekommen:


Ein Quilt mit einer richtigen Geschichte!
Und ein Dankeschön geht noch an die Netzgemeinde, die auch schon an diesem so "schrecklichen" Geschehen Anteil genommen hat: es kamen doch sehr mitfühlende Kommentare, viele Vorschläge für eine Reparatur (deshalb die Herzchen!) und vor allem sehr viele Erlebnisberichte von ähnlichen Erlebnissen mit Kindern, Enkeln, Geschwistern oder einem selber! Würde fast schon für ein kleines Buch reichen! Die mir am besten gefällt ist folgende: das Kind bekommt einen Schlafanzug mit aufgedruckten Briefmarken geschenkt, die es dann liebevoll ausschneidet, damit Mama keine Marken mehr kaufen muss......
Jedenfalls kann dieser Quilt sich wieder sehen lassen und Tochter und Enkel sind wieder glücklich!